KÖLN.
Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (ZdE),
Mina Ahadi, fordert kopftuchfreie Schulen. In einer Erklärung des Zentralrats heißt es, der Staat solle ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen und Schülerinnen an öffentlichen Schulen einführen. Dieser Schritt sei notwendig, um Mädchen aus streng muslimischen Familien in ihrem Emanzipationsstreben zu unterstützen. Zwar sei es für eine offene Gesellschaft keineswegs unproblematisch, wenn der Staat in die Kleiderordnung seiner Bürger eingreife, dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass man jene gewähren ließe, die die offene Gesellschaft am liebsten ganz abschaffen würden. Die Verschleierung von Mädchen sei eine Form von "mentaler Kindesmisshandlung", gegen die der Staat einschreiten müsse. Auf der Grundlage der Verfassung könnten nur "aufgeklärte Versionen des Islam" toleriert werden, die etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau akzeptierten.

Mina Ahadi hat die Forderung nach einem Kopftuchverbot am 1. Dezember in Köln im Rahmen einer von der Giordano Bruno Stiftung veranstalteten Podiumsdiskussion begründet. Mit ihr kontrovers diskutierten die Schriftsteller Ralph Giordano und Günter Wallraff, die in den letzten Monaten ebenfalls mit islamkritischen Äußerungen für Schlagzeilen gesorgt haben. Die Debatte unter dem Titel "Aufklären statt verschleiern! - Islam in Deutschland" ist vom Vorstandssprecher der Giordano Bruno Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, moderiert wurde und ist als Auftaktveranstaltung zur "Kritischen Islamkonferenz" im Frühjahr/Sommer 2008 gedacht.